Was passiert beim Hörtest?

Das Wichtigste in Kürze

– Bei einem Hörtest wird geprüft, wie gut Sie hören können. Wenn Sie oder Ihre Familie glauben, dass Sie möglicherweise einen Hörverlust haben, können Sie sich selbst an einen Audiologen (Hörspezialisten) wenden, um einen Hörtest durchführen zu lassen.
– Vor Beginn der Audiometrie wird Sie Ihr Audiologe zu Ihrer Hörgeschichte befragen. Möglicherweise werden Sie gebeten, ein Formular zu den Themen Hörverlust oder Tinnitus auszufüllen.
– Je mehr Informationen Sie Ihrem Hörakustiker geben, desto schneller kann er die richtige Lösung für Sie finden. Am Ende des Hörtests werden Ihnen die Ergebnisse bekannt gegeben.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hörvermögen nachgelassen hat, dann sollten Sie einen Termin bei einem Hörakustiker vereinbaren. Dort führt man mit Ihnen einen kostenlosen, professionellen Hörtest durch. Zu dieser audiologischen Begutachtung können Sie auch ein Familienmitglied, eine Freundin oder einen Freund mitbringen.

Bei der Audiometrie prüft ein Audiologe oder eine Audiologin auf beiden Ohren die für die Sprache wichtigen Tonhöhen. In der Regel erhalten Sie einen Kopfhörer: Sobald Sie einen Ton hören, drücken Sie eine Taste. Beim Klick auf den folgenden Link erfahren Sie auch, was bei einem Hörtest passiert.

Das Ergebnis erfahren Sie umgehend nach Abschluss dieses Hörscreening. Danach haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen, ob Sie Hörgeräte tragen sollen oder nicht.

Vor Ihrem Besuch

Wenn Sie sich auf einen Hörtest vorbereiten, ist es eine gute Idee, Ihre Ohren zu reinigen. Möglicherweise kann der Test bei verstopften Ohren nicht effektiv durchgeführt werden.

Eine weitere wichtige Sache vor dem Besuch des Hörakustikers ist es, die medizinischen Informationen von Ihrem HNO-Arzt oder Aufzeichnungen vom letzten Hörtest vorzubereiten. Nehmen Sie auch eine Liste über Medikamente, die Sie derzeit einnehmen, mit.

Beim Hörtest werden Sie von einem professionellen Audiologen angeleitet. Der folgende Artikel enthält ebenso wichtige Informationen zum Ablauf und Ergebnis eines Hörtests.

Partner mitbringen

Wie zu Beginn dieses Ratgebers angemerkt ist, können Sie auch Ihren Partner, die Partnerin oder andere vertraute Personen zum Hörtest mitbringen. Dann kann der Audiologe beispielsweise herausfinden, wie gut Sie die Stimme einer bekannten Person erkennen.

Ihr Hörakustiker bespricht mit Ihnen (und Ihrer Begleitung), in welchen Situationen Ihre Hörprobleme häufig zu bemerken sind. Ihr Partner oder Ihre Freunde erkennen Ihren Hörverlust vielleicht früher als Sie selbst. Jede zusätzliche Information kann für Ihren Audiologen von unschätzbarem Wert sein, wenn es später darum geht, die richtige Hörlösung für Sie zu finden.

Das Gespräch

Daher wird Ihr Hörakustiker zunächst fragen, wann Sie zum ersten Mal festgestellt haben, dass Ihr Hörvermögen nachlässt. Er wird wissen wollen, welche Situationen Ihnen im täglichen Leben am meisten zu schaffen machen.

Haben Sie bestimmte Aktivitäten, wie Treffen mit Freunden in einem lauten Restaurant, aufgegeben, weil Sie nicht mehr so gut hören, wie früher? Wenn Sie in der Vergangenheit Ohrenentzündungen hatten, sollte Ihr Audiologe darüber Bescheid wissen. Falls Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie diese Notizen mitbringen. Denn bestimmte Arzneimittel können zu einem leichten Hörverlust führen.

Des Weiteren wird sich das Gespräch auch darum drehen, ob Sie bei Ihrem Job regelmäßig lauten Geräuschen (Baustelle, Konzerte, Flughafen) ausgesetzt waren. Wahrscheinlich wird der Hörakustiker mit Ihrer Erlaubnis ebenso der Person, die Sie mitgebracht haben, einige Fragen zu Ihrem Hörvermögen stellen.

Der Hörtest

Vor dem eigentlichen Hörtest wird Ihr Hörakustiker mit einem Otoskop in Ihre Ohren schauen, um nach Ohrenschmalz oder Verstopfungen zu suchen. Diese Untersuchung mit dem beleuchteten Instrument ist ungefährlich und tut auch nicht weh.

Für einen audiometrischen Test nehmen Sie in einer Kabine Platz. Sie setzen Kopfhörer auf, über die Ihnen eine Reihe von Tönen vorgespielt werden. Sobald Sie einen Ton hören, drücken Sie einen Knopf oder heben Sie einfach die Hand.
Es werden die niedrigsten Lautstärken, die von Ihnen gehört werden, in einem Audiogramm aufgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine grafische Darstellung Ihres Hörvermögens. Das Diagramm zeigt den leisesten Ton an, den Sie gerade noch vernehmen können. Ihr Audiologe führt möglicherweise noch weitere Tests wie einen akustischen Reflex-Test durch.

Das ist im Allgemeinen von der Art Ihres Hörverlusts abhängig. Bei diesem Test werden in beiden Ohren die Bewegungen des Trommelfells und der Muskelreflexe gemessen. Die Ergebnisse Ihrer Untersuchung liegen sofort vor und werden von Ihrem Audiologen mit Ihnen durchgegangen.

Das Audiogramm

Sobald die Tests abgeschlossen sind, bespricht Ihr Hörspezialist die Ergebnisse mit Ihnen. Er erklärt Ihnen Ihr Hörvermögen und was die Zahlen auf Ihrem Audiogramm bedeuten. Dies ist Ihre Gelegenheit, Fragen zu stellen, um die Besonderheiten Ihrer Hörgesundheit zu verstehen.

Die Ergebnisse Ihrer audiologischen Begutachtung werden nämlich in einem Audiogramm dargestellt. Dabei handelt es sich um ein Diagramm, welches die Hörempfindlichkeit aufzeigt. Oben im Diagramm sind die Frequenzen in Hertz (Hz) angegeben. Der in Dezibel (dB) gemessene Schallpegel wird auf der linken Seite des Audiogramms aufgezeichnet. Je lauter die Töne abgespielt werden müssen, um gehört zu werden, desto stärker ist der Grad des Hörverlusts. Ihr Hörakustiker kann Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie das Tragen von Hörgeräten, vorschlagen, um Ihre Hörfähigkeit wieder zu verbessern.